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Erfolgsfaktor Glück

Be happy sticker auf der Stirn eines Vollbart startup

Rawpixel : Pixabay (CC0 creative commons)

Die Erkenntnisse der Positiven Psychologie verändern die Arbeitswelt. Galt früher die Maxime „Disziplin und harte Arbeit führt zum Erfolg“, so zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass vielmehr Erfolg durch Glück bedingt wird. Denn glücklich zu sein beeinflusst die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Erfolg von Menschen maßgeblich. Hierzu besonders interessant ist:

  • Wirtschaftlichkeit: Glückliche Mitarbeiter haben im Schnitt jährlich 15 Krankheitstage weniger als unglückliche Mitarbeiter
  • Innovation und Problemlösung: Sind Menschen glücklich, so kann ihr Gehirn leichter komplexe Sachverhalte verarbeiten und die Kreativität ist deutlich gesteigert.
  • Denkvermögen: Gute Gefühle aktivieren die Ausschüttung von Dopamin und Serotonin, was wiederum die Lernzentren des Gehirns aktiviert. Damit können neue Sachverhalte leichter aufgenommen und besser verarbeitet werden.
  • Weniger Stress: in einem Experiment mussten Probanden eine schwierige Rede unter Zeitdruck halten, was ihren Puls und Blutdruck messbar steigen ließ. Anschließend wurden ihnen Filme gezeigt, die entweder einen positiven, neutralen oder traurigen Inhalt hatten. Die Probanden, die die Filme mit den positiven Inhalten sahen, erholten sich schneller vom Stress als alle anderen Teilnehmer.
  • Treffsichere Entscheidungen: Glückliche Ärzte stellen bessere Diagnosen. In einem Experiment mussten Ärzte eine Reihe von Krankheiten diagnostizieren. Sie wurden in drei Gruppen geteilt und vorab positiv gestimmt, neutral gestimmt oder gar nicht beeinflusst. Das spannende Ergebnis: die positiv gestimmten Ärzte diagnostizierten Krankheiten fast doppelt so schnell und waren offener für Änderungen einer anfänglich falschen Diagnose.
  • Höheres Einkommen: Wie glücklich Studenten im ersten Jahr an der Uni sind, ist ein Indikator dafür, wie hoch ihr Einkommen 19 Jahre später ist, unabhängig davon, wie wohlhabend sie ins Leben gestartet waren.

Viele Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass glückliche und zufriedene Mitarbeiter die wichtigste Ressource sind. Richard Branson, Gründer des weltweit tätigen Konzerns „Virgin“, wurde einmal mit den Worten zitiert: „Take care of your employees, and they will take care of your customers.“

Nun haben wir alle ein unterschiedlich hohes Glücksempfinden, das auch durch Genetik beeinflusst wird. Die gute Nachricht aber ist – wir können unsere guten Gefühle und damit auch unser Glücksempfinden steigern.

5 Zutaten zum Glück:

  1. Meditieren Sie täglich!
    Neurologen konnten nachweisen, dass Meditation den linken präfrontalen Kortex stärkt, der für das Glücksempfinden zuständig ist. Fangen Sie ruhig klein an, indem Sie fünf Minuten am Tag meditieren.
  2. Machen Sie anderen eine Freude!
    Wenn Sie anderen Gutes tun, fühlen sie sich selbst auch besser. Es ist also doppelt positiv. Das können Kleinigkeiten sein, wie z. B. einem Freund ein Kompliment machen, einem Fremden einen Kaffee spendieren oder den Hund der Nachbarin ausführen.
  3. Seien Sie dankbar!
    Machen Sie sich jeden Tag drei Dinge bewusst, für die Sie heute dankbar sind.
  4. Sorgen Sie für körperliche Bewegung!
    Es ist eine alte Weisheit: Bewegen Sie sich möglichst jeden Tag. Das schüttet Glückshormone aus!
  5. Genießen Sie bewusst!
    Gönnen Sie sich regelmäßig etwas Gutes. Dies wirkt sich positiv auf Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Einstellung aus.

Quellen:

  • Achor, S. (2010) The Happiness Advantage. USA: Crown Business
  • Gallup Healthways Well-Being Index (2008). Zitiert in Associated Press (Juni 2008). – Poll: Unhappy workers take more sick days.
  • Sheridan, R. (2013) Joy, Inc. USA: Portfolio / Penguin

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